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Stammtisch Marzahner Promenade


Stammtisch Marzahner Promenade
18.11.2008, 18:30 Uhr im Restaurant „Eisbein und Steak“

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Herr Schulze
, Vorsitzender des Vereins „Marzahn live“ begrüßte die Teilnehmer (Teilnehmerliste siehe Anlage) zum 1. gemeinsamen Stammtisch des Vereins mit dem Aktiven Stadtzentrum.

Frau Heinrich begrüßte als Vertreterin des Bezirksamtes und informierte über die Verabschiedung des Programms durch das Abgeordnetenhaus. Weiterhin hob sie das große Interesse des Bezirksamtes hervor, das Projekt zu einer schnellen Umsetzung zu bringen und wünschte dem Stammtisch einen guten Verlauf.

Frau Morr, BSM, informierte über den Wettbewerb sowie das Angebot der Informationsmöglichkeit in der Ausstellung im Freizeitforum oder im Künstlerbüro von Herrn Bratzke. Der Wettbewerbsbeitrag, der zunächst als Ideenkonzept die Jury überzeugen sollte muss in den nächsten Monaten in ein umsetzungsfähiges Handlungskonzept überführt werden, wobei alle Akteure und insbesondere die Gewerbetreibenden einbezogen werden sollen.

Frau Ebermann, BSM, erläuterte das allen Teilnehmern übergebene Leitbild des Wettbewerbsbeitrages. Durch Fotos mit den Stärken und Schwächen wurde verdeutlicht, wie das Projektteam an die Konzeption heran gegangen ist.

Frau Roß, die für den Part Geschäftsstraßen-Management zuständig ist, erläuterte die Zielbereiche auf dem Moderationsplakat, zu denen in der anschließenden Diskussion das Meinungsbild der Teilnehmer aufgenommen wurde. Die wichtigsten Anregungen und Kritikpunkte sind nachfolgend aufgeführt:

Erreichbarkeit
* Die Wege sind da, aber es fehlt die Orientierung
* Die Idee einer Promenadenbahn wurde schon oft diskutiert
* Es muss das ganze Umfeld aufgewertet werden, damit die Bürger auch Erfolge verspüren
* Nicht nur die Promenade ist Rückwärtig angelegt, es fehlen auch die Hausnummern an den Geschäften
* Fahrradwege müssen zu den Geschäften, aber nicht als Gefahr für Fußgänger organisiert werden

Städtebau/Stadtbild
* Aufgrund der Verschlossenheit des Eastgate sollte am hinteren Ausgang eine Art Schaufenster über die Marzahner Promenade informieren
* Baumaßnahmen dürfen nicht den Niedergang der noch verbliebenen Geschäfte bewirken
* Die degewo plant die Erneuerung der Dächer über den Läden, den schrittweise Austausch der Schaufenster und auch eine veränderte Ausstattung von Ladenlokalen
* Es fehlt eine farbige Gestaltung in und um die Geschäfte
* Neben dem Zooladen soll die graue Wand durch eine flächenhafte Gestaltung (Wandgemälde) aufgewertet werden
* Die Gestaltung der Promenade als Bummelmeile ist nicht anziehend
* Im hinteren Bereich der Promenade stinkt die Kanalisation
* Der Vorplatz des FFM muß neu und ansprechend gestaltet werden
* Es fehlt eine öffentliche Toilette im Freizeitforumsbereich

Einzelhandel
* Es fehlt die Frequenz
* Die Geschäfte erreichen nicht ihr Umsatzsoll
* Das Einzelhandelsangebot in der Promenade sollte Eastgate weiter ergänzen z.B. Outletladen, Handwerk
* Kriminalität und Vandalismus gefährden die Unternehmen
* Man weiß nicht genau, auf welche Zielgruppen man sich ausrichten soll
* Es fehlt Werbung auch aus der Sicht Franz-Stenzer-Straße
* Die Geschäftsflächen müssen in den Zuschnitten optimiert werden; es fehlen kleine Ladenlokale
* Türschwellen erschweren die Anlieferung
* Anlieferung mit großen Lkw ist problematisch
* Es entstehen Konflikte mit dem Ordnungsamt, wenn Geschäftsleute die Laderampe zuparken, um die Anlieferung zu tätigen oder zu ermöglichen
* Die Idee der Schwerpunktbildung ist gut, wenn sie nicht zur Verdrängung oder Gefährdung des noch vorhandenen Geschäftsbesatzes führt

Gastronomie
* Bürger wünschen immer wieder Gastronomie, nehmen sie aber auch nicht an
* Schattenseite der Promenade macht es Gastronomen schwer

Dienstleistungen
* Bankenviertel ist eine Chance
* Es müssen gezielt Unternehmen in Ergänzung des Eastgate gesucht werden
* Der Markt soll eine Ergänzung sein, jetzt ist er eine Katastrophe und gefährdet zusätzlich den Fortbestand der ansässigen Geschäfte

Kultur
* Das FFM und der Vorplatz sollten eine Sensation als Gegengewicht zum Eastgate werden
* Vereine und Kultur sollten Themenwelten bilden, in die der Einzelhandel eingebunden werden muss

Image und Öffentlichkeitsarbeit
* Das Image wird durch den Zuzug schwacher Einkommensgruppen geschwächt
* Starterwohnungen dürfen nicht auf sozial schwache Zielgruppen orientieren
* Mangelnde Sicherheit beeinträchtigt den sozialen Frieden
* Massive Anwesenheit von Trinkern im öffentlichen Raum haben eine sehr negative Auswirkung auf die Nutzbarkeit und Atmosphäre der Promenade, das vorhandene Angebot zum Aufenthalt (Bänke) wird nur zu häufig von den falschen Leuten benutzt
* Es müssen auch Sozialpartner mit eingebunden werden
* Es sollte mehr auf Tradition gesetzt werden: Osterfeuer, Lampionumzug
* Die Mieterzeitungen sollten über die Entwicklung der Planungen informieren
* Im Eastgate sollte stärker auf die anschließende Promenade hingewiesen werden
* Es fehlt eine Attraktion mit Ausstrahlungskraft in der Promenade
* Das FFM ist ein wertvolles Pfund, das man schon von außen erkennen muss, mehr und bessere Eigenwerbung auch in der Dunkelheit
* Keine hochtrabenden Illusionen schüren, lieber stetige, punktuelle und nachhaltige Qualitätsverbesserungen


Herr Jursch, degewo, hatte im Laufe der Diskussion sowohl über die Planungen der degewo für die nächsten Jahre als auch über die zahlreichen Maßnahmen zur Aufwertung und Ausschilderung berichtet, die rd. 400.000 € kosteten. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen auch nur im Rahmen des betriebswirtschaftlich Vertretbaren agieren kann, aber seine aktive Rolle im Projekt weiterhin wahrnehmen werde.


Weitere Vorgehensweise (Vorschlag)

1.
Es sollte zunächst ein Termin mit dem Ordnungsamt vorbereitet werden, um Lösungsansätze für die aufgezeigten Probleme zu finden: Lieferverkehr, Vandalismus, Trinkerecken, Einbrüche, Marktgeschehen
2. Im Januar wird ein nächster Stammtisch mit dem Ordnungsamt durchgeführt
3. Es wird ein Fahrplan Geschäftsstraßen-Management mit der degewo und dem Vorstand von Marzahn live abgestimmt
4. Kunden- und Betriebsbefragungen sollten im Frühjahr durchgeführt werden

Gez. R.Roß


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