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S-Bahnhof Marzahn wird saniert
2,5 Millionen Euro Sanierungsvolumen / Abschluss der Arbeiten voraussichtlich Ende 2011
Einen trostlosen Anblick bietet derzeit der Südaufgang zum Bahnhof Marzahn.
Wer sich von der Südseite dem S-Bahnhof unseres Bezirkes nähert, sieht sich einem stählernem Ungetüm gegenüber, an dem seit geraumer Zeit nichts mehr repariert worden ist. Rost wohin man schaut, die ansonsten unerwünschten Graffiti scheinen den traurigen Zustand geradezu zu konservieren. Im Jahr 2000 wurde Maschendraht statt Glasscheiben verbaut, eine Lösung, die dem anhaltenden Vandalismus geschuldet ist. Um die Sicherheit der Brücke zu gewährleisten, werden jährlich fünf- bis zehntausend Euro investiert.
Der Bahnhof Marzahn wurde am 1. Mai 1898 mit der Wriezener Bahn in Betrieb genommen. Neben den Bahnsteigen für den Personenverkehr verfügte der Bahnhof von Beginn an auch über einen Güterbahnhof. Zunächst befand sich die Strecke und somit auch der Bahnhof außerhalb des Berliner Tarif- und Stadtgebiets. Mit der Eingemeindung des Dorfes Marzahn zur Einheitsgemeinde Groß-Berlin im Jahr 1920 kamen auch die ersten Pläne zum Ausbau der Strecke und der besseren Anbindung der daran liegenden Orte.
Maschendraht statt Glas, eine Notlösung der Bahn nach der ständigen Zerstörung der Fensterscheiben.
Gute Nachrichten kommen jetzt vom Betreiber des Bahnhofes: Burkhard Ahlert, Pressesprecher der Deutschen Bahn AG für Berlin/Brandenburg bestätigte auf Anfrage des Berliner Abendblatt, dass Sanierungsarbeiten am Bahnhof geplant sind. In der jetzigen der Vorentwurfsplanung wird die nördliche Stahlbetonbrücke in Richtung Wiesenweg verlängert. Der Südteil der Brücke wird ebenfalls teilweise rückgebaut und stabilisiert. Eine Alternative wäre, die gesamte Stahlbrücke abzureißen und stattdessen eine kurze Stahlbetonbrücke von der Märkischen Allee zum S-Bahnsteig zu errichten. Dass über Marzahn künftig wieder Regionalzüge verkehren, ist eine weitere Option. Geplant ist auch die Errichtung einer Treppenanlage mit Personenaufzug.
Derzeit steht die Deutsche Bahn AG in Verhandlungen mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf um die Finanzierung zu klären. Die Sanierungsarbeiten werden ein Volumen von voraussichtlich zweieinhalb Millionen Euro haben und sollen bis Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Um künftig dem Vandalismus Einhalt zu gebieten, ist bei einem eventuellen Neubau der kurzen Stahlbetonbrücke eine offene Bauweise ohne Überdachung vorgesehen.
tho
Auszug aus Artikel des "Berliner Abendblatt" vom 18. September 2010
Website des Berliner Abendblatt: hier klicken
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