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Gewerbe-Stammtisch Marzahner Promenade


Gewerbe - Stammtisch Marzahner Promenade
14.04.2009, 19:00 Uhr im Freizeitforum Marzahn

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Protokoll des Gewerbe-Stammtischs Marzahner Promenade


Detlef Schulze
, Vorsitzender des Vereins Marzahn Live, begrüßt die Anwesenden und eröffnet den Gewerbe-Stammtisch.

Frau Roß von der RR Stadtberatung stellt die wichtigsten Informationen über den Stand der Arbeit des Aktiven Stadtzentrums vor:

Sie stellt die Ergebnisse der Veranstaltungsrunde, in der Ideen für Veranstaltungen und Aktionen in der Marzahner Promenade gesammelt wurden und die Ergebnisse der Gespräche mit den Banken vor. Sie berichtet über die Ergebnisse des von der BSM vorbereiteten und durchgeführten Planerworkshops, bei dem ein landschaftsplanerischer Wettbewerb vorbereitet wurde. Von den Workshop-Teilnehmern wurde ein Platz auf der Promenade zur kurzfristigen Umgestaltung ausgewählt. Weitere Themen ihres Berichts sind Lösungsansätze zur Neuordnung des Marktes und Fragen der Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit. (Die Präsentation wird als Anlage versendet.)

In der anschließenden Diskussion äußern die Anwesenden ihre Meinungen und Fragen zu den vorgestellten Ergebnissen und Themen:

Ergebnis des Planerworkshops – Entscheidung für die kurzfristige Umgestaltung des Platzes vor dem FFM zum „Kulturraum“:

1. Fließen die Gelder des Aktiven Stadtzentrums nur in dieses Projekt?
Nein, im Aktiven Stadtzentrum Marzahner Promenade stehen in einem Zeitraum von acht Jahren Gelder zur Verfügung, mit denen unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt werden. Die Umgestaltung des Platzes vor dem Freizeitforum zum „Kulturraum“ ist nur eine von vielen unterschiedlichen Maßnahmen.
2. Der Kiosk vor dem FFM hat eine Wasserversorgung erhalten und sein Bestand ist daher bis zum Auslaufen des Vertrages 2010 gesichert. Herr Graeff vom Bezirksamt erläutert, dass aber zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft nach einer stationären Lösung für den Kioskbetrieb gesucht wird, z.B. in einem Geschäft in der Marzahner Promenade.

Lösungsansätze zur Neuordnung des Marktes

1. Es wird eine Tendenz zum einseitigen Angebot beobachtet. Zudem werden mit den nicht ordnungsgemäß aufgestellten Ständen die Durchwegung, Fluchtwege und einzelne Geschäfte verstellt. Ein Markt an zwei statt an drei Tagen könnte ausreichen. Welchen Einfluss kann man auf den Marktbetreiber ausüben?

Herrn Gräff zufolge spiegelt sich die Abwärtsspirale der Promenade auch im Angebot des Marktes wieder. Zudem sieht er die Situation der Märkte in Berlin insgesamt als nicht einfach, das zeige sich in der Angebotspalette der Märkte. Es bestehen allerdings feste Vorgaben, wo die Marktstände zu stehen haben, diese müssten dann von den Anliegern unter Einschaltung des Ordnungsamtes durchgesetzt werden. Herr Gräff und Frau Roß sind im Gespräch mit dem Marktbetreiber, um eine Qualifizierung des Marktes und Verlagerung auf den Marktplatz zu erreichen. Herr Nienerowski führt die negative Entwicklung der Angebotsqualität des Marktes auch auf die mangelnde Nachfrage und Annahme der Angebote zurück, weshalb einige Händler abgewandert sind.


Fragen der Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit

1. Von einigen Anwesenden wird beschrieben, dass es in den Nächten von Freitag zu Samstag in der Promenade wiederholt zu Vandalismus gekommen ist. Der Platz vor der Kaiser´s-Filiale wird in diesen Nächten zum Treffpunkt, wovon eine starke Lärmbelastung ausgeht. Daher werden häufigere, gezielte Streifen der Polizei oder einer Sicherheitsfirma zu dieser Zeit gewünscht. Frau Gajek von der degewo berichtet, dass derzeit Kostenangebote von Sicherheitsfirmen eingeholt werden. Frau Roß weist darauf hin, dass eine Umgestaltung der Promenade und eine dadurch bedingte bessere Nutzung auch dazu beitragen kann Vandalismus zu verhindern.

2. Der Pflegezustand und die Reinigungsintensität und -häufigkeit der Grünflächen, aber auch der Gehwege in der Promenade werden von Herrn Garde bemängelt. Frau Roß schlägt Patenschaften für die Gehwegbereiche vor den Geschäften vor.

Sonstiges:
1. Ist eine Neuvermietung des Restaurants „Stanglwirt“ in Aussicht? Laut Frau Gajek (degewo) gibt es viele Interessenten, aber der Abschluss eines Mietvertrags konnte noch nicht erreicht werden.

2. Den Leerständen großer Geschäfte könnte abgeholfen werden, wenn sie geteilt und dadurch verkleinert würden. Nach Aussagen vorn Frau Gajek kann das auch gemacht werden, allerdings müssen die technischen Gegebenheiten eine Teilung erlauben und Interessenten für die Geschäfte vorhanden sein. Eine weitere Idee zur Lösung der Leerstände in den Erdgeschossen der Promenade ist, eine Ausweitung der Büronutzungen des ersten Geschosses auf die leerstehenden Erdgeschosse vorzunehmen. Dazu merkt Frau Roß an, dass es sich um eine gute Idee handelt, da aufgrund des Umfangs an Einzelhandelsflächen im Umfeld der Promenade vermutlich nicht alle Leerstände mit Einzelhandelsnutzungen gefüllt werden können. Die Ideen zur Reduzierung der Leerstände werden mit der degewo zusammen im Rahmen des Aktiven Stadtzentrums weiterverfolgt.

3. Die Nutzungsverbesserung und Weiterentwicklung der Passage ist ein wichtiges Thema des Aktiven Stadtzentrums in diesem Jahr.

4. Ein weiterer Diskussionspunkt war die fehlende Gastronomie in der Promenade. Frau Roß verweist auf die von der BSM in Auftrag gegebene „Wind und Schatten“ –Studie, bei der Probleme bei der Besonnung und dem Windkomfort der Außenflächen der Gastronomie deutlich wurden. Die Gastronomieflächen sind anhand dieser Studie zu überprüfen.

5. Das 30. Frühlingsfest in der Marzahner Promenade findet vom 1.-3.Mai statt.

6. Frau Roß weist auf den Schaufensterwettbewerb zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August hin und schlägt vor, dass sich die Geschäfte in der Promenade daran beteiligen. Die Ausgestaltung der Schaufenster wird vom Sportgeschäft „Sport 2000“ unterstützt.

7. Frau Gajek (degewo) weist im Zusammenhang mit der Vermietungssituation in der Promenade auf ein „Mieter werben Mieter“-Programm der degewo hin.

Gez. Kroll/Roß


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