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Galerie M steckt in Geldnöten

Bezirkspolitiker suchen nach Wegen, die Kultureinrichtung zu erhalten


Der Galerie M an der Marzahner Promenade 13 geht das Geld aus. Die Finanzierung des kulturellen Sorgenkindes des Bezirks ist nur noch bis Ende Mai gesichert.

In der kommunalen Galerie fallen Betriebskosten in Höhe von 25 000 Euro pro Jahr an. Bisher hatte der Kulturring in Berlin e.V., der das Obergeschoss der kommunalen Einrichtung nutzte, mit 8400 Euro einen erheblichen Anteil davon getragen. Noch größer, nämlich 11 000 Euro, ist der Anteil, den die Degewo als Eigentümer der Immobilie zusteuert. Zusätzlich verzichtet die Degewo auf die Miete. „Wir sind aber an die Grenze unserer Belastbarkeit gestoßen“, erklärt Michael Zarth, Marketingchef der Degewo. Momentan verzichtet das Wohnungsunternehmen noch auf die volle Miete und übernimmt wie gehabt auch einen Teil der Betriebskosten. Allerdings hatte das Bezirksamt in der Vergangenheit angekündigt, dass es bemüht sei, die Degewo bei den Betriebskosten zu entlasten. Darauf hofft das Wohnungsunternehmen und zeigt sich in dieser Hinsicht langsam ungeduldig.
Erschwerend kommt für die Galerie M hinzu, dass der Kulturring in Berlin das Obergeschoss nicht mehr nutzt, weil das vom Jobcenter geförderte Projekt zur Gestaltung von Schülerausstellungen Ende 2009 auslief und nicht verlängert wurde. Somit zahlt der Verein auch nicht mehr die Betriebskosten. Inzwischen reichen die Finanzmittel nur noch bis Ende Mai. Kurzfristig hat das Bezirksamt 6000 Euro aus dem Haushalt 2010/2011 für die Galerie locker gemacht. Doch das Geld reicht nicht.
Um weiter Druck auf die Bezirksverordneten auszuüben, hat der Kulturstadtrat damit gedroht, die Galerie zu schließen. Dazu will es Ute Thomas, die Vorsitzende des Kulturausschusses der Bezirksverordnetenversammlung nicht kommen lassen. Sie schlägt vor, einen Teil der Fördergelder, die für die Aufwertung der Promenade im Rahmen des Programms „Aktive Stadtteilzentren“ bestimmt sind, der Galerie zukommen zu lassen. Schließlich sei diese Bestandteil der Promenade, sagt sie.
Den Vorschlag hat der Kulturausschuss am 3. März einstimmig angenommen und sich auch für den Erhalt des Standortes ausgesprochen. Zudem forderte der Ausschuss vom Bezirksamt die Vorlage des überfälligen Kulturentwicklungsplanes. Für Einrichtungen, die in diesem Plan stehen, muss der Bezirk die Finanzierung sichern. Die BVV hatte im November die Aufstellung eines solchen Plans vom Bezirksamt verlangt, um die Finanzierung der Musikschule, der Galerie M und der Dauerausstellung über die Russlanddeutschen langfristig zu sichern. Als Termin hatte die BVV diesen Monat gesetzt.
Sta.

Foto: Barbara Staacke

(Beitrag aus der Berliner Woche)


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