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Ein Zugpferd des Tourismus

Besucherzahlen im Dorf Marzahn gestiegen

Axel Balthasar vom Infopunkt (rechts) stellt Besuchern das Taufbecken in der Marzahner Kirche vor.

Foto: Hasdorf


Der Dorf-Tourismus in Marzahn wächst.
Ein Aktivposten ist der Infopunkt, der auch Führungen organisiert.

„Wir sind mit der Entwicklung der Besucherzahlen sehr zufrieden“,
sagt Olaf Hasdorf. Der Leiter des touristischen Infopunktes in
Alt-Marzahn verweist auf die Besucherzahlen von 2008 und 2009.
Danach ist die Zahl der der Besucher des Dorfes mit über 3000
auf rund das Anderthalbfache gestiegen.
Das sind aber nur die Besucher, die über die organisierten
Führungen statistisch erfasst sind.
„Unsere Besucher kommen aus allen Himmelsrichtungen“,
berichtet Hasdorf.
Die Zahl der Besucher aus dem Osten und dem Westen Berlins hält sich die Waage,
die Zahl der Berlintouristen und der Touristen aus anderen Ländern wächst.
„Das beweist, das Interesse an unserem Dorf Marzahn ist groß“, erklärt Hasdorf weiter.
Er erinnert sich gern an einen Tag im September des vergangenen Jahres,
an dem vier Busladungen gleichzeitig zu umsorgen waren.
Nach dem Rundgang organisierte der Infopunkt spontan ein Konzert in der
Dorfkirche für alle Besucher.
„Für die meisten Menschen ist es zunächst einfach erstaunlich,
eine solche dörfliche Idylle inmitten der Plattenbauten zu finden“, erzählt Hasdorf.
Viele seien zudem angetan von der Vielzahl der größeren und kleineren Attraktionen,
die das Dorf zu bieten hat. Die Mühle, der Tierhof und die Kirche gehören
zu den festen Punkten jeder Dorfführung.
Der Infopunkt wurde im Herbst 2007 in der alten Post eingerichtet.
Träger ist die Agrarbörse Deutschland Ost e.V., der auch das Kulturgut im Dorf
unterhält. Entscheidend für die erfolgreiche Arbeit des Infopunktes ist die Zusammenarbeit
mit anderen Einrichtungen des Tourismus im Bezirk, dem Tourismusbüro in den Gärten
der Welt, den Gärten der Welt selbst, dem Schloss Biesdorf sowie mit Hotels und Pensionen.
Informationen über Veranstaltungen und Infoblätter über Sehenswürdigkeiten
im Bezirk werden untereinander ausgetauscht.
Jeder Veranstalter weist auf die anderen Veranstaltungsorte hin.
Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Tourismusangebots leistete
der Infopunkt im vergangenen Jahr durch die erstmalige Einführung von Öffnungszeiten
an den Wochenenden über den Sommer. Das gelang durch bessere Organisation
und Verlagerung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter.
„Das Dorf Marzahn gehört touristisch zu den Zugpferden des Bezirks“,
sagt Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) angesichts der neuen Zahlen.
Er verweist darauf, dass der Bezirk fünf sehenswerte alte Dorfkerne hat und
kündigt die Fortführung der Tourismus-Offensive des Bezirks an.
Es sei gelungen, für die beiden kommenden Jahre Fördermittel
in Höhe von insgesamt 180 000 Euro zu beschaffen.
hari

(Beitrag aus der Berliner Woche)

 


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