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Eastgate-Brücke wird verlängert

S-Bahnhof Marzahn

(Quelle: Wikipedia / Urheber: "Platte C")

Die Finanzierung ist endlich geklärt:
Der Senat übernimmt den Eigenanteil des Bezirks


Die Verlängerung der Eastgate-Brücke vom S-Bahnhof Marzahn bis zum Wiesenburger Weg kann gebaut werden. Finanzstaatssekretärin Iris Spranger (SPD) gab in der vergangenen Woche die Zusage, dass der Senat den noch offenen Eigenanteil von 250000 Euro übernimmt.

Eigentlich sollte die Weiterführung der Brücke über den
S – Bahnhof Marzahn hinaus bis hin zum Wiesenburger Weg schon in diesem Jahr fertig sein. Die Verträge waren bereits vor zwei Jahren besiegelt. 90 Prozent der inzwischen auf 2,5 Millionen Euro gestiegenen Baukosten für die Brückenverlängerung wollte der Senat mit Bundesmitteln finanzieren, zehn Prozent der Kosten die Knorrbremse AG übernehmen.
Anfang 2007 änderte sich plötzlich alles. Die Geschäftsführung der Knorrbremse wechselte. Die neuen Chefs aus München hatten kein Interesse mehr, den Anteil von zehn Prozent der Baukosten zu tragen. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf kam aufgrund der eigenen miserablen Haushaltslage nicht als Geldgeber in Frage. Trotz der geplatzten Finanzierung erstellte das Tiefbauamt die Bauplanungsunterlagen für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Damit wollten wir Bewegung in die Sache bringen“, sagt CDU-Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff. Allerdings ohne Erfolg. Der Senat schickte die Unterlagen unbearbeitet zurück. In der Zwischenzeit wandte sich aber die Bürgerinitiative „Marzahner Promenade“ an ihre Politiker im Abgeordnetenhaus und an die Finanzstaatssekretärin Iris Spranger (SPD). Seit 2003 kämpft die Initiative schon darum, dass die Bürger aus dem Wohngebiet an der Märkischen Allee den Parkfriedhof über einen behindertengerechten Aufzug am S-Bahnhof Marzahn erreichen können.
Bisher gibt es nur eine Verbindung zum Wiesenburger Weg über eine Eisenbahnbrücke am südlichen Ende des Bahnsteigs. Sie verfügt jedoch nicht über einen Aufzug. In der vergangenen Woche nun teilte die frühere Marzahner Abgeordnete mit, dass die noch fehlenden 250 000 Euro vom Senat getragen werden.
Die Entscheidung sei ganz unbürokratisch und zügig gefallen. „Es ist wichtig, dass dieses langwierige Verfahren endlich zu einem guten Ende kommt“, sagte die Finanzstaatssekretärin gegenüber der Berliner Woche. Schließlich werde mit dem Brückenausbau nicht nur der Marzahner Wirtschaftsstandort gestärkt. Die Verlängerung der Brücke erhält auch einen berhindertengerechten Aufzug. Somit können künftig auch ältere, behinderte Menschen, Radfahrer und Eltern mit Kinderwagen auf direktem Weg zum Friedhof gelangen. Als nächstes werden die Bauunterlagen vom Senat geprüft. Christian Gräff rechnet mit gut einem Jahr Vorbereitungszeit und mit dem Baubeginn Ende 2010. Die Verlängerung der Brücke sollte dann im Jahr 2011 fertig sein. Die alte Brücke am südlichen Ende des S-Bahnhofs wird übrigens nicht abgerissen, sondern bleibt bestehen. Sta.

Auszug aus Artikel der "Berliner Woche" vom 7. Oktober 2009
Website der Berliner Woche: hier klicken

 


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